PERSONAL LOG
23-09
03-111968
04-41969
06-071984
07-47148
MISSION VASHTI - DAS RRSS-VIRUS

STARDATE 78351.9

Sternbasis 234 hat immer noch die besten Chili Cheese Nuggets im Quadranten, das muss ich denen lassen. Fast hätte ich die Zeit vergessen und wäre zu spät zu meinem Shuttle zur Hamilton gekommen, brachte es dann aber noch fertig, rechtzeitig in den gut besetzten Frachtraum des Runabouts zu kommen. Die Effizienz der Sternenflotte ist echt nicht zu übertreffen, wenn man bedenkt, wie hier jeglicher Raum ausgenutzt wurde. Im vorderen Bereich konnte ich einen großen Teil der Senioroffiziere kennenlernen und war überrascht, hier auch Captain Malax zu sehen, der während unseres Anfluges fast nur Augen für sein neues Schiff hatte.
Sie ist aber auch eine beeindruckende Lady. 28 Decks, Warp 9,99, 3 Klasse Sigma Torpedowerfer und dann dieses neue Design der Warpgondeln. Kaum an Bord angekommen, erfährt meine Euphorie einen Dämpfer. Die Schäden von vor drei Wochen sind noch immer nicht vollständig behoben, die Kraftfeldgeneratoren sollen dann auch erst Dienstag kommen. Die Quartiersmeisterin sieht mich auf meine vorsichtige Nachfrage hin an, als wolle sie mich zum Frühstück verspeisen oder direkt zur Luftschleuse hinausjagen.
Wie zu erwarten war, ist nicht nur der Captain neu, sondern auch die Chefärztin Commander Dr. T’Laar, die mit Malax bereits bekannt ist. Commander Yorin Jaela übernimmt die Leitung von Operations. Wir haben das Glück, einen klingonischen Austauschoffizier als Chefingenieur an Bord zu haben - Lt. Cmd. T’Muk aus dem Hause Vrok’Merr. Er überrascht mit seiner soliden Kenntnis der letzten Staffel „Milky Way“, bei der ich irgendwie den Anschluss verloren habe.
Admiral Blackwater hat früher als erwartet einen Auftrag für die Hamilton und ich habe zwar auf der einen Seite Bedenken, nicht perfekt ausgerüstet zu sein, auf der anderen Seite bringt mich das meinem Team schneller näher und auf andere Gedanken. Die Sicherheitsabteilung ist den Umständen entsprechend knapp noch ausreichend besetzt. Meine Vertretung ist Ensign Katrina Johnson, die eine sehr herzliche Person und eine gefährliche Mok’Bara-Meisterin ist, wie ich schmerzlich feststellen musste. Als sie von meiner Survivalausbildung hörte, hat sie mir gleich Chief th’Arilith vorgestellt, der doch tatsächlich damals die legendäre 6. Staffel „7 vs. frontier“ gewonnen hat. Er ist eher ein wortkarger Typ, der mir nicht passend eingesetzt erscheint, da er das Team zur Anlagensicherheit leitet. Ich ziehe in Erwägung, ihn für die mögliche Außenmission auf Vashti im Qiris-System auszuwählen. Auf dem überwiegend mit Romulanern besiedelten Planeten ist laut eines Hilferufes einer Romulanerin, die vermutlich eine Angehörige des Mowat Milat Ordens sein könnte, eine bedrohliche Seuche ausgebrochen und die lokale Administration sei überfordert mit der Situation.
Ich habe sogleich den Subraum nach Berichten und Meldungen abgesucht und die Krankheit der Atemwege soll sogar sehr schnell zum Tod führen, was strenge Quarantänemassnahmen normalerweise - so hart es auch erscheinen mag - sehr effektiv macht. Die Administration scheint wirklich nicht Herr der Lage.
Dr. T’Laar hat somit auch besseres zu tun als sich um Bagatellen zu kümmern, die das Resultat kleinerer Konflikte sind. Sie sah sich gezwungen, den Cardassianer Kendraal nach einem tätlichen Angriff zu sich ins Büro zu bestellen. Wenn ich das irgendwie anders lösen kann, werden wir am Ende mehr davon haben. Da ich allzu gut erahne, was der Grund für die Auseinandersetzung war, sehe ich mich in einer besseren Position, das zu tun.
Einsperren kann ich eh nicht, die Kraftfeldgeneratoren der Arrestzellen werden anderswo gebraucht, denn wir nutzen alles verfügbaren Ressourcen, um mit der Administration von Vashti zusammen zu arbeiten, damit wir alles über die Krankheit in Erfahrung bringen können und ein Gegenmittel finden.
Eintrag Ende.


STARDATE 78353.6

Wir erreichen Vashti ohne nennenswerte Vorkommnisse, auch wenn in der Crew eine gewisse Anspannung zu verspüren ist. Ich kann es der Mannschaft nicht verdenken, ich bin genauso froh, wieder etwas zu tun zu haben und so schnell wie möglich durch sinnvolle Aufgaben in Anspruch genommen zu werden.
Schnell lässt sich Verbindung zur örtlichen Administration aufnehmen, die von Gouverneur Jarok vertreten wird. Er sichert uns zu, ein Fenster im Verteidigungsgitter für unseren Transport zur Oberfläche zu öffnen und ebenso für einen freien Rückweg zu sorgen. Das Verteidigungsgitter und die Plattformen sind meiner Einschätzung nach zwar nicht im brandneuen Zustand, stellen aber dennoch eine ernst zu nehmende Hürde dar. Sicherheitshalber weise ich mein Team an, nach einer Möglichkeit zu suchen, das Verteidigungsgitter für einen Transport im Notfall umgehen zu können. Der Entschluss des Captains, das Landeteam anzuführen, macht mir nicht gerade die positiven Gefühle, die er damit bei der einheimischen Bevölkerung auslösen möchte…
Ich rüste daher auf Typ 3 und die Expertise von Katrina Johnson auf. Zwei Dinge, auf die ich mich zu 100% verlassen kann in einer Mission, die noch einige Überraschungen für uns parat hat.
Auf dem Planeten erwartet uns Dr. Altor, der einer der letzten nicht erkrankten Ärzte im Camp ist. Er möchte uns das notdürftige Labor zeigen als plötzlich das schneidende Geräusch von Disruptorfeuer ertönt und mich Alarm schlagen lässt. Die Leute hier haben einfach keine andere Möglichkeit, die Leichen einzuäschern und so begeben wir uns wieder auf den Weg.
Während Dr. T’Laar und T’Muk sich gemeinsam mit Cmd. Yorin vom medizinischen Assistenten Hiren das Labor zeigen lassen und dort ihre Arbeit aufnehmen, beschließe ich mir die Bereitschaft der Sicherheitskräfte anzusehen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Vor Ort gibt es nur noch 4 Leute im Dienst, von denen mir einer bereits hustend seine Unterstützung zusagt.
Der Captain sieht die Sache so wie ich, dass diese Leute uns kaum eine Hilfe sein werden, sollte die Miliz das Camp angreifen. Kaum habe ich diesen Gedanken abgeschlossen, erbebt die Ruhe durch eine gewaltige Detonation in einiger Entfernung.
Geistesgegenwärtig fordere ich sofort Aufklärung durch die Sensoren der Hamilton an, doch die Crew unseres Schiff steht vor einer ganz neuen Schwierigkeit:
Im Orbit hat sich ein romulanischer Warbird enttarnt.


MISSION XAR‘THAI - DAS IKONIANISCHE PORTAL

STARDATE 78378.3

Missionsbericht -Echelon 4-
Missionsziel: Extraktion von Commander Robert Knox, Sicherung Paket Echo Delta 7 von Narasa Station
Teammitglieder: Lt. JG Kael (Scharfschütze), Ensign Mila (Pilotin), Ensign Parretet (Ingenieurin) und Ensign Brongu (Sprengmeister) unter Leitung von Lt. Mendox (CoS U.S.S. Hamilton)
Nach vorsichtiger Annäherung an Narasa Station betritt das Team die Station und wird zunächst von lokalen Individuen als naiv eingestuft. Hervorzuheben ist hier der Orioner Zazarith, der eine Zusammenarbeit oder die Möglichkeit wittert, die Station verlassen zu können. Die Lokalisierung der Zielperson bestätigt starke Bewachung am ihrem Aufenthaltsort ein Deck höher. Zur Abstimmung des Zugriffs wird ein Quartier direkt über der Zielperson bezogen und das dortige Computerterminal liefert exakte Deckpläne, die auch einen nicht genutzten Transporter ein Deck über uns zeigen.
Lt. JG Kael und Ensign Parretet erhalten den Befehl, den Transporter in Raumanzügen funktionsfähig zu machen, denn das betreffende Deck verfügt durch einen Hüllenbruch über keine Atmosphäre mehr. Der plötzliche Besuch des Gorngladiatoren Libaz, der eine Einladung von Zazarith überbringt, macht schnell klar, dass wir uns hier kaum verstecken können und mahnt zur Eile. Bei den Arbeiten am Transporter kommt es zur ersten Konfrontation mit feindlichen Kräften, die durch den Einsatz der Schusswaffe und Verwendung einer Granate beendet werden und der Transport der Zielperson ist erfolgreich.
Die Manipulation des Computerterminals bleibt leider nicht unbemerkt und so verlangt ein Ferengi in Begleitung von zwei Nausicaanern und einem Gorn von uns, mit ihnen zu kommen. Da der Ferengi für Verhandlungen oder Bestechungsversuche nicht zugänglich ist, folgt eine gewaltsame Lösung, bei der Lt. Kael und Ensign Parretet gerade rechtzeitig als Verstärkung eintreffen. An dieser Stelle ist die herausragende Teamarbeit zu erwähnen, ohne die diese Mission definitiv zum Scheitern verurteilt gewesen wäre.
Eine anschließende Beurteilung der Lage lässt mir keine andere Wahl, als Lt. JG Kael und Ensign Parretet erneut mit den Energiezellen aus den erbeuteten Waffen in den Transporterraum zu schicken, damit der Transporter für einen letzten Beamvorgang überladen werden kann, um die kaum transportfähige Zielperson zu unserem Shuttle zu bringen. Der ausgelöste Alarm sorgt für 4 weitere Nausicaaner, die unsere Flucht verhindern wollen und vom anderen Korridorende das Feuer eröffnen. Ensign Brongu sichert unseren Rückzug und hilft Ensign Mila und mir, die Zielperson vor erneuter Gefangennahme zu schützen. Die Konfrontation wird schnell und sauber durch gezielte Schüsse beendet. Der Transport zum Shuttle verläuft reibungslos und Ensign Mila manövriert das Schiff zum Hüllenbruch, um die restlichen Teammitglieder aufzunehmen und von hier zu verschwinden. Die Zielperson ist kaum ansprechbar und kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts über das Paket oder andere nützliche Details sagen.
Ein uralter Klingonenkreuzer will unseren Abflug verhindern, weshalb Ensign Mila uns in den dichten Ring aus Schrott bringt, um den Verfolger abzuschütteln. Dessen Mannschaft ist tollkühn genug, uns auf den Fersen zu bleiben und kann uns erfolgreich beschießen, erleidet aber durch die Umgebung selbst Kollisionsschaden. Nach Bereitstellung der Reserveenergie folgt der Warpsprung.
Während des Fluges gelingt es, den überaus kritischen Gesundheitszustand der Zielperson zu stabilisieren, die umgehende intensivmedizinische Versorgung ist unser nächstes drängendes Ziel. Rendezvous mit der U.S.S. Hamilton in voraussichtlich 4 Stunden.
Bericht Ende.


STARDATE 78378.9

Ich verstehe Dr. T’Laar manchmal wirklich nicht. So ist sie im einen Augenblick aufgewühlt und irgendwie emotional wegen dieses Lt. Larling, der ihr und anderen Crewmitgliedern wegen seiner Vorschriftentreue wohl das Leben schwer macht und im anderen Moment ist sie vulkanisch gefühllos. Sie belehrt mich dann, es sei nunmal so, dass Leute sterben. Als könne man sich irgendwie als Teil einer Meditationsübung an diese Tatsache gewöhnen und wer das nicht tut, hat die Weisheit eben noch nicht gefunden. Was weiß oder versteht sie schon davon?
Ich hätte trotzdem nicht so heftig auf ihre Fragen reagieren dürfen, aber die Nachwirkungen eines unerwarteten Schlafes, der ganz und gar nicht erholsam war, haben mich reizbar gemacht. Jetzt lässt sie mich diese Nacht wegen ein paar Blessuren in der Krankenstation verrotten, obwohl ich nach meiner Rückkehr von Narasa Station ganz sicher etwas besseres zu tun hätte! Die Mission war zwar nicht ganz sauber, aber größtenteils erfolgreich verlaufen. Meine Anwesenheit hier hat zumindest den Vorteil, dass ich hin und wieder zu Commander Knox rübersehen kann, der trotz des wilden Ritts, den wir hinter uns haben, recht ruhig schlafen kann.
Ich habe ihm noch viele Fragen zu stellen, doch zunächst muss er erstmal wieder auf die Beine kommen. Der Captain wird auch froh sein, einen Teil der Arbeitslast abgeben zu können und in seinen Entscheidungen nun auf eine weitere Meinung vertrauen zu können. Knox dürfte eine Menge nützlicher Qualitäten mitbringen, von denen ich mich noch genauer überzeugen möchte, aber es dürfte unbestritten sein, dass er im verdeckten Feldeinsatz geübt ist. Warum genau dann der Wechsel auf die Brücke eines Sternenschiffs außer die Ambition zur Beförderung zum Captain? Ich freue mich darauf, ihn näher kennen zu lernen, weil ich irgendwie hoffe, dass wir auf einer Wellenlänge sind.
Aber ich ärgere mich auch, nein ich bin unsicher, ob ich die Mission wirklich erfolgreich abgeschlossen habe. Sagte der Commander nicht, er habe das Paket? Wo und wie?
Da ist noch etwas anderes, was mich zweifeln lässt. Ich frage mich, warum ich mich eigentlich in der Krankenstation gemeldet habe. Dr. T’Laar ist bestimmt bemüht, aber ich werde das Gefühl nicht los, sie konnte oder wollte mich nicht verstehen und mein Schlafproblem ist ungelöst. Und überhaupt hatte ich nur wegen dieser entzündeten Stelle an der Hand ein paar Bedenken, dieser verdammte Nausicaaner…
Warum bin ich überhaupt hier? Es ist doch nur ein Kratzer?
Auszeichnung Ende.